Dr. Stephanie Christina Arbes, MBA
Fachärztin für Unfallchirurgie

Allgemein beeideter und gerichtlich
zertifizierter Sachverständiger

Ordination (Rudolfinerhaus):
Billrothstraße 78, A-1190 Wien
Tel.+43 (1) 360 36 5900
Mobil +43 (664) 221 61 33
ordination@unfallchirurgie-arbes.at
http://www.unfallchirurgie-arbes.at
http://www.rudolfinerhaus.at

Ordinationszeiten:
Mittwoch 15:30 – 17:30
nach telefonischer Vereinbarung

Hausbesuche und weitere Termine nach telefonischer Vereinbarung möglich

Akuttermin:
Mo – So +43 (664) 221 61 33

Handchirurgie

Schnellender Finger:
Mit schnellender Finger (lat. Tendovaginitis stenosans) wird eine anlagebedingte Erkrankung bezeichnet, bei der die Beugesehnen eines Fingers über dem beugeseitigen Fingergrundgelenk (am Übergang von Hohlhand zu Finger) verdickt sind und dadurch nicht mehr frei durch das dortige Ringband (A1-Ringband) gleiten können (sog. Ringband-Stenose). Dadurch kommt es zu einem 'Schnappen' des Fingers beim Beugen, zum Strecken muss oft nachgeholfen werden.

Die Diagnose erfolgt klinisch anhand der körperlichen Untersuchung.
Die Therapie besteht in einem kleinen operativen Eingriff bei über dem das Ringband durchtrennt wird. Die freie Fingerbeweglichkeit ist nach Abklingen der Anästhesie wieder hergestellt. Krankengymnastische Übungsbehandlung wird nur selten notwendig sein.

Dupuytrensche Kontrakturen:
Der Morbus Dupuytren (Dupuytren-Kontraktur) ist eine gutartige Erkrankung des Bindegewebes der Handinnenfläche (Palmaraponeurose). Betroffen ist meistens der Ring- oder Kleinfinger, jedoch kann jeder Finger betroffen sein.
Charakteristisch für die Erkrankung ist das Auftreten von Knoten und Strängen an der Innenfläche der Hand. Der natürliche Verlauf ist variabel, und eine Progression findet oft langsam über Jahre statt. Es dauert oft Jahre, bis die zunächst tastbare, knotige oder strangartige Verhärtung auch zu einer Einschränkung der Bewegungsfähigkeit in den Fingergrund- und -mittelgelenken (Beugekontraktur) führt.

Eine mögliche Behandlung besteht in der operativen Entfernung des gesamten befallenen Gewebes (offene Fasziotomie).

Ein neues Verfahren besteht in der Injektion einer bakteriellen Kollagenase (Clostridium histolyticum), die die narbigen Stränge enzymatisch zerstört, gefolgt von einer krankengymnastischen Mobilisierung.

Xiapex® ist ein Medikament, das seit Frühling 2011 in Österreich zugelassen ist. Bei dem Medikament handelt es sich um so eine mikrobielle Kollagenase aus dem Clostridium histolyticum.

Nach ärztlicher Untersuchung wird das Medikament in den gut tastbaren Strang injiziert. Nach der Injektion soll die Hand ca. 24 Stunden nicht aktiv bewegt, hochgelagert und in Ruhe gelassen werden. Um das Lösen des Stranges zu unterstützen wird der Finger vom behandelnden Arzt passiv gestreckt, danach wird für drei bis vier Tage eine Extensionsschiene angebracht.